Brandkatastrophe in BacknangHamburg 11.3.2013 Pressemitteilung Brandkatastrophe in Backnang Die Nachricht, dass im schwäbischen Ort Backnang 8 Menschen einer aus der Türkei stammenden Familie in einem Flammeninferno ums Leben gekommen sind, macht uns betroffen und sehr traurig. Auch wenn es nach den offiziellen Verlautbarungen der Behörden keine Anzeichen auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt, so ist es doch verständlich, wenn Türkei-stämmige Menschen bei einer Brandkatastrophe wie dieser sofort an Mölln und Solingen denken. Vor diesem Hintergrund ist es doppelt wichtig, dass die Brandursache ohne jeden Restzweifel ermittelt wird; Mutmaßungen helfen nicht weiter, da sie möglicherweise von den tatsächlichen Ursachen ablenken. Was wir gar nicht brauchen können, sind Meldungen, die sich später als falsch erweisen; dann hätten wir eine fatale Parallele zu den NSU-Morden. Wir hoffen auf akribische Ermittlungen und werden uns die Ergebnisse sehr genau ansehen. Nebahat Güçlü |
8. März WeltfrauentagHamburg 6.3.2013 Pressemitteilung Am 8. März ist Weltfrauentag Es ist traurige Realität, dass die Gleichberechtigung zwar in den Gesetzen gewährleitet und in der Rechtspraxis auch weitgehend durchgesetzt ist, im richtigen Leben aber sind wir davon aber immer noch meilenweit entfernt. Man muss keine Statistik bemühen: Frauen verdienen für gleiche Arbeit deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen, die Frauenquote in den Vorständen liegt trotz Selbstverpflichtung der Firmen gar im einstelligen Prozentbereich. Noch schlechter sieht es bei den Migrantinnen aus. Ihre Quote an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen ist extrem gering, sie finden sich stets in den untersten Lohngruppen wieder, Aufstiegschancen gleich Null. Ihre im Herkunftsland erworbenen Qualifikationen werden in Deutschland gar nicht oder nur zum geringen Teil anerkannt. Entsprechend hoch sind die Hürden beim Zugang zum Arbeitsmarkt. Wer die Erwerbsbeteiligungsquote von Migrantinnen steigern will – und dies ist das erklärte Ziel aller politischen Parteien – muss sich für weit mehr Maßnahmen zur Weiterbildung und Qualifizierung einsetzen, Maßnahmen, die dann aber bitte auch den Bedürfnissen dieser Frauen Rechnung tragen! Dass man dafür auch Geld in die Hand nehmen muss, ist uns bewusst. Aber für die Umsetzung haben wir Euch, liebe Politiker/innen, schließlich gewählt. Nebahat Güçlü Download: pm_2013-03-05_weltfrauentag.pdf |
Schluss mit Gewalt gegen Frauen 11.02.2013
Hamburg 11.02.2013 AUFRUF: Schluss mit Gewalt gegen Frauen – Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist noch immer ein grundsätzliches gesellschaftliches Problem. In Deutschland nicht anders als in allen anderen Ländern. Nach wie vor wird dieses Problem häufig nicht ernst genommen und als Kavaliersdelikt abgetan. Gewalt gegen Frauen hat verschiedene Formen – physische, sexuelle, psychologische und emotionale. Sie sind miteinander vernetzt und betreffen Frauen aller Altersklassen Es ist traurige Realität: Jede 3. Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt. Jede 3. Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion), denen Gewalt angetan wird- ein unfassbares Gräuel. Jüngstes Beispiel: die bestialische Vergewaltigung einer 23-jährigen in Indien, die an ihren Verletzungen starb. Gewalt gegen Frauen kennt weder Farbe noch Nation. Deshalb erheben sich am 14. Februar 2013 Frauen und Männer in aller Welt, auf jedem Kontinent, in über 200 Ländern – und in Deutschland inzwischen in über 150 Städten, - um ein neues Bewusstsein und das Ende dieser Gewalt zu fordern. „ONE BILLION RISING • STRIKE • DANCE • RISE!“ heißt das Motto. Im Rahmen dieser internationalen Aktivitäten rufen verschiedene Migrantenorganisationen zu einer Aktion um 16 Uhr am Altonaer Bahnhof/ vor Mercado auf. Die Türkische Gemeinde Hamburg und Umgebung unterstützt diese Aktion und ruft seine Mitgliedsorganisationen auf, an den vielfältigen Aktivitäten und Kundgebungen teilzunehmen Nebahat Güçlü |
Deutsche Staatsbürgerschaft nur auf Zeit? Das Optionsmodell gehört endlich abgeschafft!Hamburg 24.1.2013 Pressemitteilung Die Vorsitzende Deutsche Staatsbürgerschaft nur auf Zeit? Das Optionsmodell gehört endlich abgeschafft! Kinder ausländischer Eltern aus Nicht-EU-Mitgliedsstaaten, die durch ihre Geburt in Deutschland die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten, zusätzlich aber auch die ihrer Eltern innehaben, haben die Qual der Wahl. Im Gegensatz zu vielen anderen EU Staaten, die längst mehrere Staatsangehörigkeiten akzeptieren, müssen sich Jugendliche bei uns zwischen ihrem 18. und 23. Lebensjahr für eine Staatsbürgerschaft entscheiden. Davon sind insbesondere viele junge Menschen türkischer Herkunft betroffen, wie der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) feststellt. Spätestens an ihrem 23. Geburtstag müssen sie eine Entscheidung getroffen haben und den Nachweis darüber erbringen, dass sie die ursprüngliche Staatsangehörigkeit abgegeben haben, sonst droht ihnen der Verlust der deutschen. Nach Angaben des Innenministeriums sind allein dieses Jahr bundesweit ca. 3.300 Jugendliche betroffen. Diese Regelung ist seit ihrer Verabschiedung 1999 politisch umstritten. Bisher sind aber alle Gesetzesinitiativen zur Abschaffung der Optionspflicht gescheitert. In Verfahren zur Optionspflicht zu Jahresbeginn zeige sich nun erstmals, dass dadurch integrationspolitisch unerwünschte Härten für die Betroffenen entstehen. Ein Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft gegen den Willen der Betroffenen sei ein integrationspolitisch verheerendes Signal, warnen Integrationsexperten zu Recht. Dazu Nebahat Güclü, Vorsitzende der Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung: Die Optionspflicht gehört endlich abgeschafft. Alle Evaluierungen haben herausgearbeitet, dass diese Regelung die bikulturelle Lebensrealität junger Menschen mit Migrationshintergrund ausblendet und diesem nicht gerecht wird. Denn sie sind nicht »Entweder- oder- «, sondern »Sowohl- als-auch-Identitäten«. In vielen modernen Staaten sind sogenannte »Bindestrichidentitäten« wie afro-amerikanisch, türkisch-deutsch, russisch-deutsch. etc. durchaus Normalfall. Warum tut sich Deutschland als Einwanderungsland damit so schwer? Was Deutschland braucht, ist ein modernes Staatsangehörigkeitsgesetz, das der Lebensrealität der Menschen gerecht wird, das also doppelte- und Mehrfachstaatsangehörigkeit ermöglicht. Und dies nicht nur für Profifußballer und Prominente, sondern für alle Menschen, die sich sowohl ihren Herkunftsländern aber auch Deutschland zugehörig und verbunden fühlen.“ Am 6. Februar 2013 informieren wir unsere Mitglieder und alle Interessenten über das Optionsmodell und die Folgen für die Betroffenen. Ort: TGH Altona, Hospitalstr. 111 Zeit: 19 Uhr Referenten: Karen Jäger, Referentin der Innenbehörde, Grundsatzangelegenheiten des Ausländer- und Staatsangehörigkeitsrechts Download: pm_2013-01-24_optionspflicht.pdf |
Ramazan Avcis Name wird weiterlebenHamburg 13.12.2012 Pressemitteilung Ramazan Avcıs Name wird weiterleben Die Türkische Gemeinde Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) begrüßt die Umbenennung des Landwehrplatzes in »Ramazan-Avcı-Platz« Anlass für die Gründung der TGH vor nunmehr 27 Jahren, seinerzeit als »Bündnis Türkischer Einwanderer«, war die Ermordung des jungen Türken Ramazan Avcı durch Neonazis. Damals war eine unserer ersten Forderungen die, dass der Tatort den Namen des Opfers tragen sollte. Umso mehr freut es uns, dass diese Forderung endlich mit Zustimmung aller Parteien in die Tat umgesetzt wurde. Wie aktuell der Widerstand gegen rassistisch motivierte Verbrechen auch heute noch ist und wie wichtig, diesen Widerstand auch immer wieder öffentlich zu dokumentieren, hat uns die Mordserie des »Nationalsozialistischen Untergrunds« erneut drastisch vor Augen geführt. Wenn der »Ramazan-Avcı-Platz« künftig zum Ausgangspunkt für bürgerliches Engagemant gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, wenn diese Namensgebung zum Vorbild für weitere Straßen und Plätze wird, die die Namen von Opfern tragen, dann hat sich unser Einsatz gelohnt. Wir wünschen uns die neue Namensgebung gleichzeitig als Botschaft aller politisch Verantwortlichen, dass Rassismus in unserer Gesellschaft keinen Platz hat. Die Umbenennung des Landwehrplatzes in »Ramazan-Avcı-Platz« wird am 19. Dezember 2012 um 11:00 Uhr feierlich begangen. Über eine rege Beteiligung würden wir uns freuen. Die Zeremonie wird in einer nahe gelegenen Schule (Adresse wird vor Ort bekannt gegeben) ab 11:30 Uhr bei Speisen und Getränken fortgeführt, wo auch die Möglichkeit für Gespräche mit der Presse besteht. In diesen kritischen Zeiten haben derartige Aktivitäten für die in Deutschland lebenden türkeistämmigen Menschen und Angehörige anderer Communities größte Bedeutung. In diesem Zusammenhang laden wir alle Mitbürger ein, dieser Zeremonie beizuwohnen. Nebahat Güçlü Download: pm_12-12-13_ramazan-avci-platz.pdf |
1. Preis für das Projekt "Fit mit Plan für die Zukunft"Das Projekt „Fit mit Plan für die Zukunft“ der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. (TGH) und des Plan Stiftungszentrums wurde am 22.11.12 mit dem Hidden Movers Award 2012 ausgezeichnet. Als Projekt einer gemeinnützigen Organisation erhielt „Fit mit Plan“ den 1. Preis für die Arbeit und Bemühungen, Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Das Besondere an diesem Projekt ist die direkte und sensible Ansprache von Jugendlichen mit Migrationshintergrund, ein klarer Weg zur gleichberechtigten Teilhabe und Chancengleichheit. Wir freuen uns über den Preis und die Anerkennung! Das TGH-Team!
Hidden Movers Award 2012 Bildungsprojekt „Fit mit Plan für die Zukunft“ von Deloitte-Stiftung prämiert Hamburg, 23. November 2012 – Gestern Abend wurde das Projekt „Fit mit Plan für die Zukunft“, eine gemeinsame Idee des Plan Stiftungszentrums und der Türkischen Gemeinde Hamburg, mit dem Hidden Movers Award ausgezeichnet. Die Deloitte-Stiftung prämierte in der Bayerischen Staatsbibliothek München die Gewinner des bundesweiten Bildungswettbewerbs. Bereits im dritten Jahr würdigte die Stiftung, unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, Projekte gemeinnütziger Organisationen, die Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. In diesem Jahr sind 152 Bewerbungen eingegangen – das Projekt „Fit mit Plan für die Zukunft“ wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet. „Wir sind wirklich stolz, den Preis entgegenzunehmen. Besonders für die Jugendlichen und die Projektmitarbeiter ist das ein Erfolg. Es zeigt, dass ihre Arbeit und ihre Bemühungen anerkannt werden und die teilnehmenden Mädchen und Jungen nicht allein mit ihren Zukunftssorgen dastehen. Wir hoffen, dass die Idee von „Fit mit Plan“ von anderen Organisationen aufgegriffen wird und somit mehr Jugendliche Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf erhalten“, betont Kathrin Hartkopf, Leiterin des Plan Stiftungszentrums / Stiftung Hilfe mit Plan. Hidden Movers Award, Platz 1: „Fit mit Plan für die Zukunft“, Stiftung Hilfe mit Plan Das Projekt „Fit mit Plan für die Zukunft“ hat zum Ziel, Jugendliche der 9. und 10. Klasse, denen es an Unterstützung durch Schule und Familie mangelt, mit Workshops zur Berufsorientierung und betrieblichen Praktika auf den Berufseinstieg vorzubereiten oder sie dabei zu unterstützen, eine weiterführende Schule zu besuchen. Das Projekt bindet auch die Eltern mit ein: In Gesprächsrunden lernen sie die Prozesse kennen, die ihre Kinder beim Berufsstart durchlaufen werden, und erfahren, wie sie sie dabei unterstützen können. Das Projekt wurde mit 25.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. „Hidden Movers“ – Die Macher im Hindergrund Der Hidden Movers Award ist ein Projekt der Deloitte-Stiftung und Teil der Deloitte-Initiative „Perspektiven für Morgen“ zur Förderung der Aus- und Weiterbildung junger Menschen. Mit dem Wettbewerb verfolgt die Deloitte-Stiftung das Ziel, Bildungsinitiativen in Deutschland zu entdecken und zu fördern, die heute schon im Kleinen erfolgreich gelebt werden. Die Siegerprojekte zeigen beispielhaft, was Einrichtungen in der Jugend- und Bildungsarbeit bereits heute bewegen, um junge Menschen beim Berufseinstieg zu unterstützen. „Mit dem Wettbewerb Hidden Movers stellen wir Projekte ins Rampenlicht, die im Verborgenen Großartiges leisten – häufig im Netzwerk mit starken regionalen Partnern. Für uns ist wichtig, dass die Konzepte unserer Gewinnerprojekte übertragbar sind und so in Zukunft noch mehr junge Menschen davon profitieren können“, betont Prof. Dr. Wolfgang Grewe, Vorsitzender der Deloitte-Stiftung. Weitere ausgezeichnete Projektideen Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Projekt „Freiwilliges Soziales Schuljahr – Neustädter Modell“, das sich für mehr soziales Engagement von Jugendlichen einsetzt, sowie die Initiative „Personalagentur“, die gemeinsam mit Jugendlichen den Bewerbungsprozess simuliert. Der Sonderpreis „Sprachförderung“ der Kutscheit Stiftung wurde ebenfalls an zwei Organisationen verliehen. Der TV-Moderator Cherno Jobatey moderierte die Preisverleihung. Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus, Ansgar Beermann, Projektleiter des Caritas-Sozialwerks in Vechta und Vorjahresgewinner, Prof. Dr. Martin Plendl, CEO von Deloitte sowie Dr. Christian Lüders, Abteilungsleiter Jugend und Jugendhilfe des Deutschen Jugendinstituts diskutierten zum Thema erfolgreicher Berufsstart. Kontakt für weitere Informationen: Vanessa Lerch, Kommunikation Plan Stiftungszentrum, Tel. (040) 611 40 261, vanessa.lerch@plan-stiftungszentrum.de.
Download: pressemitteilung_erster-platz-fuer-fit-mit-plan.pdf |
UmFAIRteilenDer PARITÄTISCHE Hamburg Rund 7.000 Hamburger/innen bei Aktionstag „Umfairteilen“ |
Bundesinnenminister schießt über Ziel hinausBerlin, 27.08.2012 Zu der Plakataktion Der Bundesinnenminister schießt über das Ziel hinaus „Die Art und Weise dieser Kampagne werde nur Vorurteile gegen die muslimische Bevölkerung schüren“, erklärte der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat in einer ersten Stellungnahme. Die Kritik an der Kampagne könne auch dieses Mal nicht darauf reduziert werden, dass die muslimische Bevölkerung in Deutschland unter einen Generalverdacht des Radikalismus gestellt werde. Kenan Kolat: „Dies ist ohne Wenn und Aber eine Stigmatisierungskampagne gegen alle Menschen muslimischer Herkunft. Denn ohne jede Differenzierung stigmatisiert sie nicht nur die religiösen Muslime, sondern alle Menschen muslimischer Herkunft, als ob diese Bevölkerungsgruppe grundsätzlich gegen Radikalismus geschützt werden muss.“ Familienmitglieder sollen sich vorauseilend als Inspektoren gegen Radikalismus in den ehrenamtlichen Sicherheitsdienst einstellen. Diese Kampagne solle von den eigentlichen Problemen in Deutschland ablenken. Der Rassismus in der Gesellschaft sei das Hauptproblem. Es stelle sich die Frage, ob der Bundesinnenminister mit seiner Strategie die Integrationspolitik als Sicherheitsfrage zu vermarkten und eine Stigmatisierungkampagne gegen Muslime in Deutschland zu führen, die politische Tagesordnung verschieben und von den eigentlichen Problemen ablenken wolle, so die Türkische Gemeinde in Deutschland. Die an der Sicherheitspartnerschaft beteiligten islamischen Verbände seien über diese Kampagne auch im Vorfeld nicht informiert worden. Die Türkische Gemeinde in Deutschland setze sich entschieden für Prävention gegen religiösen Radikalismus ein, fordere entschieden die Bekämpfung des Rassismus in Deutschland und werde eine unverhältnismäßige Verzerrung der politischen Tagesordnung nicht zulassen. Download: pm_27_08_12-tgd-plakatinitiative---bundesinnenministerium.pdf |
TGH begrüßt Verträge der FHH mit den muslimischen Verbänden und der alevitischen GemeindePressemitteilung _ 14.08.2012 Verträge der Freien und Hansestadt Hamburg mit den muslimischen Verbänden und der Alevitischen Gemeinde Die Türkische Gemeinde Hamburg (TGH) begrüßt es, dass in weiten Teilen die Verhandlungen gelungene Vereinbarungen zwischen den islamischen Religionsgemeinschaften, VIKZ, DITIP, der Schura, der Alevitischen Gemeinde und der Hansestadt ergeben konnte. Dieser Vertrag dient der Gleichberechtigung und der Antidiskriminierung, um den Islam als einen Bestandteil dieser Gesellschaft zu akzeptieren. Die TGH hat die Entwicklung von Anfang an begleitet und auch wenn sie keine Religionsgemeinschaft ist, so hat sie durch Impulse und Meinungsbekundung zu bestimmten Diskussionsfeldern ihren Beitrag zum Gelingen der Verhandlungen geleistet. Religion ist ein integrationspolitisches Thema. Nach diesem Vertrag werden die o.g. Vertragspartner erstmals an der inhaltlichen Ausweitung des Religionsunterrichts, der bislang ausschließlich bekenntnisgebunden das evangelische Christentum beinhaltete, aktiv partizipieren. Ziel ist es, in den Familien und in der Gesellschaft durch Bildung und Lehre für mehr Akzeptanz des Islam zu werben. Hamburg setzt mit diesem Vertrag ein Zeichen für mehr Anerkennung gelebter religiöser und kultureller Vielfalt. Dies kann von den anderen Bundesländern als ein positiver Schritt in der Migrationspolitik wahrgenommen werden, den sie übernehmen und umsetzen können. Die TGH unterstützt den Grundgedanken des Vertrags und sieht mit Interesse der Entwicklung der Vertragsumsetzung entgegen. Hüseyin Yilmaz Vorsitzender Download: pm-vertraege-fhh-u.-muslim.-verbaenden-14-08-12.pdf |
14.8.12 Infoveranstaltung Mentoren-ProgrammPressemitteilung Hamburg, 1. August 2012 „An welchen Bäumen wachsen eigentlich Erdbeeren?“ Big Brothers Big Sisters vermittelt ehrenamtliche Mentoren für Hamburger Kinder Die Idee ist so naheliegend wie wirkungsvoll: Ehrenamtlich engagierte Mentoren übernehmen eine Art Bildungspatenschaft auf Zeit. Sie stärken Kinder, indem sie ihnen Zeit schenken – und viele Fragen wie die nach Erdbeerbäumen beantworten. Mädchen bekommen eine ‚große Schwester', Jungen einen ‚großen Bruder'. Viele der Kinder, die an unserem Mentoring-Programm teilnehmen, haben einen Migrationshintergrund. Andere wachsen bei einem allein erziehenden Elternteil auf, einige befinden sich gerade in einer schwierigen Lebenssituation. Allen gemeinsam ist, dass sie in besonderem Maße von dieser individuellen Form der Unterstützung profitieren. Erwachsene geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen an Jüngere weiter. So fördert das Mentoring-Programm zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hamburg. Wer sich als Mentorin oder Mentor engagieren und mehr über das Mentoring-Programm erfahren möchte, ist eingeladen zur Informationsveranstaltung für alle Interessenten Dienstag, den 14. August, 18.00 bis 19.00 Uhr. Die bei Big Brothers Big Sisters ehrenamtlich Engagierten durchlaufen ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren und werden in einem Einführungsworkshop auf ihre Rolle vorbereitet. Wichtige Voraussetzungen sind Offenheit und die Bereitschaft, einem Kind als großer Freund für mindestens ein Jahr verlässlich zur Seite zu stehen. Das „Tandem“ aus Erwachsenem und Kind trifft sich zwei bis vier Mal im Monat zu gemeinsamen Aktivitäten. Seit dem Start Mitte 2009 in Hamburg konnten mehr als 200 Kinder mit Mentoring gefördert werden. Big Brothers Big Sisters Deutschland ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation mit bundesweit sechs Standorten und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Das Mentoring-Programm wird von Stiftungen und Hamburger Unternehmen wie Gebr. Heinemann unterstützt. www.bbbsd.org Download: infoabend-14-8-2012_big-brothersbig-sisters-hamburg_gebr-heinemann.pdf |
TGH in BillstedtTürkisches Zentrum kommt Erstes Gemeindezentrum in Mitte eröffnet im September
http://www.hamburger-wochenblatt.de/billstedt/lokales/tuerkisches-zentrum-kommt-d1878.html |
Hamburg hat türkischstämmige Fahrradbotschafter/Innen!Mitteilung der TGD - Türkische Gemeinde in Deutschland Hamburg hat türkischstämmige Fahrradbotschafter/Innen! Am 14.Juni 2012 gibt es in der TGH Hospitalstr. 111 (Haus 7) in 22765 HH-Altona von 17.00 bis 20.30 Uhr eine Fahr-Rad! Schulung. Muskelkraftbetriebe Vielfalt wird praktisch und theoretisch geboten. Ein buntes Rahmenprogramm mit 10 verschiedenen Testfahrrädern stehen bereit. Die TGD (Türkische Gemeinde in Deutschland) mit Sitz in Berlin entsendet in diesem Jahr mehr als zehn Fahrradbotschafter/Innen, die das Thema ‚Radfahren‘ innerhalb der türkischen Community voranbringen. Sie werden in den Städten Hamburg, Berlin und Stuttgart unterwegs sein und auf Infoveranstaltungen, Stadtfesten und Treffs zum Thema sprechen. Sie sind mit Informationen rund um das Thema in türkischer und deutscher Sprache versorgt. Egal, ob es um das Thema Radfahren mit Kindern, Radfahrkurse für Frauen verschiedenster Kulturen oder Tipps und Tricks für die Fahrradreparatur oder StVO (Straßenverkehrsordnung) geht: Die Botschafter/Innen sind kompetent zum Spektrum ‚Fahrrad‘ geschult und werden somit die Fahr-Rad! Kampagne innerhalb der türkischen Community etablieren. In Kooperation mit dem BUND ist das gefördert Projekt vom BMVBS (Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung) ein erfolgversprechender Ansatz. Neben Flyern wird es einen TV-Film und kurze ‚Fahrrad-Porträts‘ für das Radio geben. In Hamburg kooperiert die TGD mit der TGH (Türkische Gemeinde in Hamburg und Umgebung) e.V. und entsendet die Botschafter/Innen in zahlreiche Stadtteile. Ansprechpartner für das Projekt bei der TGD in Berlin: Herr Fuat Sengül fuat.senguel@tgd.de und Frau Yeliz Ercakmak-Haciimamoglu yeliz.ercakmak@tgd.de / 030- 210 14 551 Türkische Gemeinde in Deutschland; Obentrautstr. 72 in 10963 Berlin In Kooperation mit: |
Sprache ist der Schlüssel zur BildungSprache ist der Schlüssel zur Bildung
Schenefelds Bürgermeisterin übergibt Zertifikate an Teilnehmerinnen des Integrationskurses Schenefeld. Strahlend nahm Nebat Kaya den Umschlag mit dem Zertifikat entgegen. Als Beste von elf Absolventinnen hat sie den Integrationskurs der Türkischen Gemeinde Hamburg für Frauen abgeschlossen. "Ich habe an dem Integrationskurs teilgenommen, weil ich in Deutschland lebe", sagt die 35-Jährige. "Ich möchte weiter lernen und eine Ausbildung machen. Am liebsten zur Erzieherin oder Pädagogin." Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof zeigte sich begeistert über das Durchhaltevermögen der Teilnehmerin. "Die Sprache ist der Schlüssel zur Bildung und zur Teilhabe an der Gesellschaft", sagte sie in ihrer Rede. "Die Stadt Schenefeld unterstützt die Frauen bei den Deutschkursen sehr gerne und ich hoffe, dass sie mit diesem Abschluss zum Vorbild für andere Frauen werden können." Ayse Aykus-Gürsoy, Leiterin des Projektes Regenbogen, ist stolz auf die Absolventinnen. Nach dem Abschluss dieses B 1-Kurses haben sie die Möglichkeit, deutsche Staatsbürger zu werden und am weiterführenden B 2-Kurs teilzunehmen. Dieser ermöglicht ihnen eine Ausbildung zu machen und Arbeit zu finden. Der Kursus beginnt am 6. August, es gebe noch einige freie Plätze, sagt Ayse Aykus-Gürsoy. Von den 20 Teilnehmerinnen haben 16 an der Prüfung teilgenommen, elf von ihnen haben diese bestanden, die anderen haben die Möglichkeit weitere 300 Stunden zu absolvieren. Montags bis freitags haben die Frauen jeden Tag vier Stunden gelernt, 945 Stunden seit Januar des vergangenen Jahres. Im April 2012 waren sie dann endlich fertig. Die Projektleiterin bedankte sich besonders bei den Lehrerinnen Jutta Jiran und Anne-Kristin Müller sowie bei Ute Stöwing von der Stadt Schenefeld, die das Projekt dort initiiert hatte. Die Anmeldung zu einem Kursus kann in der Zentrale der Türkischen Gemeinde Hamburg unter 040/41 36 60 90 erfolgen. |
Vorplatz am Bhf. Landwehr heißt nach Ramazan AvciVorplatz am Bahnhof Landwehr heißt nach Ramazan Avci
Der Hamburger Senat will den Vorplatz am S-Bahnhof Landwehr nach Ramazan Avci, der 1985 von Skinheads getötet worden war, benennen.
Die Hamburger Bürgerschaft Hamburg. Um die Umbenennung von Plätzen nach Opfern rassistisch motivierter Gewalttaten ist ein Streit entbrannt. Der Senat will zwar den Vorplatz am S-Bahnhof Landwehr nach Ramazan Avci, der 1985 von Skinheads getötet worden war, benennen, dagegen soll der Kemal-Altun-Platz in Ottensen - der bisher nur inoffiziell so heißt - nach dem Willen des Senats nicht förmlich diesen Namen tragen. Der türkische Asylbewerber Altun hatte sich 1983 aus Angst vor der Abschiebung an die damals in der Türkei herrschende Militärjunta mit einem Sprung aus dem Berliner Verwaltungsgericht das Leben genommen. Die Hamburger Initiative zum Gedenken an Ramazan Avci - sie wurde 2010 anlässlich des 25. Todestages von Ramazan Avci gegründet - kritisiert die Ablehnung in einem offenen Brief an Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Die Kulturbehörde bestätigte, bei Altun werde "kein Bezug zu Hamburg" gesehen. Die Linke will die Umbenennung in die Bürgerschaft einbringen. "Die Umbenennung wäre gerade angesichts der Morde der Zwickauer Terrorzelle ein Zeichen gegen Rassismus", so Norbert Hackbusch. Download: buergerschaft_ha.jpg.jpg |
TGH Jugend hat neuen Vorstand gewähltHamburg, 04.03.2012 Pressemitteilung Am 3. März 2012 hat die Jugendorganisation der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. im Rahmen der 7. ordentlichen Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Der neue Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern:
Im Vorstand der Jugendorganisation befinden sich in Deutschland geborene bzw. aufgewachsene Türkischstämmige sowie aus der Türkei zum Studieren und Arbeiten nach Deutschland gekommene junge Menschen. Die Ziele der Jugendorganisation werden im Folgenden kurz dargestellt: Mitglied in der Türkischen Gemeinde in Deutschland und im Paritätischen Wohlfahrtsverband 1. Eine Plattform für junge Menschen, insbesondere für die Türkischstämmigen, zu bieten, um www.tgh-jugend.de 7. Dönem TGH Gençlik Kolu Yönetim Kurulu ve Denetleme Kurulu. |