
Regenbogen AKTUELL

Regenbogen
Unter dem Namen Regenbogen bietet die Türkische Gemeinde Hamburg eine Reihe von Förderangeboten an, in deren Mittelpunkt der Erwerb der deutschen Sprache und der Übergang in eine berufliche Tätigkeit stehen.

Regenbogen PLUS
ÜBERGANG INTEGRATIONSKURS – ESF-BAMF-PROGRAMM
Im Projekt Regenbogen PLUS besuchen Mitarbeiter/innen der TGH die Abschlussmodule aller Integrationskurse in Hamburg und informieren die Teilnehmer über das ESF-BAMF-Programm »Deutsch für den Beruf«. Dieses Programm, dessen Umfang 730 UE beträgt (Dauer 6 Monate bei 30 UE/Woche), wird von unseren Kooperationspartnern passage gGmbH , IBH (Interkulturelle Bildung Hamburg e.V.) und der Volkshochschule Hamburg angeboten.

An diesem Programm dürfen Migranten teilnehmen, die
- SGB-1 oder 2 beziehen
- Einen Integrationskurs besucht und das Niveau A2/B1 erreicht haben
- In einem Betrieb beschäftigt sind und ihre Sprachkenntnisse erweitern möchten.
Für Leistungsempfänger (SGB-1 und 2) ist der Kurs kostenlos und bei Bedarf können Fahrtkosten und Kinderbetreuung organisiert werden.
Ziele des ESF-BAMF-Programms:
- Deutsch für die Arbeitswelt (Fachunterricht)
- Berufsorientierung
- Praktikum in Betrieben
- Betriebsbesichtigungen
- Individuelle Betreuung
- Internes Zertifikat
Interessierte sprechen nach erfolgreichem Abschluss ihres Integrationskurses mit A2 (Wiederholungsstunden müssen verbraucht sein) oder B1 Zertifikat ihren Berater im Jobcenter oder bei der Arbeitsagentur an.
dieses Projekt wird gefördert durch
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Deutsch für den Beruf für Nicht-Leistungsbezieher
Alternativ hat die Türkische Gemeinde Hamburg (TGH) für Nicht-Leistungsbezieher ein eigenes Kursangebot entwickelt. In diesem Kurs „Deutsch für den Beruf“, dessen Umfang 300 UE beträgt, bieten wir den Teilnehmern, die bereits B1 erreicht haben, einen Einstieg in die berufsbezogene deutsche Sprache. Dieser Kurs kann mit einer B2 Prüfung von der telc abgeschlossen werden. Der Kurs findet von 9:00 – 14:00 Uhr mit 25 Wochenstunden an unterschiedlichen Standorten statt. Die Teilnehmer müssen 1€/Std. bezahlen. Für die Anmeldung kontaktieren Sie unsere Mitarbeiter.
Beratung von Arbeitnehmern in Unternehmen
Über die Betriebsräte sprechen wir die Firmen mit hohem Migrantenanteil an und planen dort Info-Veranstaltungen zum Programm »Berufsbezogene Sprachförderung« unter Einbeziehung der Firmenleitungen.
Unsere Partner des ESF-BAMF-Programms werden dann Kurse anbieten, die den spezifischen Anforderungen der Betriebe Rechnung tragen.
Wiedereinsteiger und Wiederholer
Ein weiteres Ziel des Projekts REGENBOGEN PLUS ist, die Teilnehmer in Deutschkurse zu bringen, die vor langer Zeit einen Integrationskurs z.B. wegen Schwangerschaft, einer Beschäftigungsaufnahme oder aus gesundheitlichen Gründen abgebrochen haben und den Wiedereinstieg schaffen wollen. Diese Teilnehmer werden nach einem Einstufungstest in laufende Integrationskurse integriert.
Für Teilnehmer, die ihren Integrationskurs mit A-2 Niveau beendet haben, bieten wir spezielle Wiederholerkurse an. Diese Kurse dauern 300 Stunden und werden mit einer B-1 Prüfung abgeschlossen.
FRAUENINTEGRATIONSKURSE
Mit unseren Frauenintegrationskursen wenden wir uns vornehmlich an Frauen jedweder Herkunft, die Deutsch lernen möchten und die sich schwer damit tun, dieses Ziel aus eigenem Antrieb zu verfolgen.
Unser Motto:
„Wir bringen die Kurse zu den Frauen“.
Unsere Ziele
Hauptziel des Projekts ist es, möglichst vielen Zuwanderern den Weg in unsere Gesellschaft zu ebnen und ihnen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen.
Dafür haben wir uns zum Ziel gesetzt, Frauen mit Migrationshintergrund zu erreichen und sie in unseren Sprachkursen und bei Interesse auch in anschließenden Qualifizierungsangeboten fortzubilden bzw. beruflich zu qualifizieren.
- Indem wir die Frauen in unsere Kurse bringen und ihnen dort gute Basiskenntnisse der deutschen Sprache vermitteln (Niveau B1)
- unterstützen wir sie dabei, sich in Hamburg zu integrieren und, indem sie mit Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Ländern zusammenkommen, die Grenzen des familiären Umfeldes und der eigenen Community zu überwinden
- unterstützen wir sie dabei, sich mehr am sozialen Leben zu beteiligen (wie Einkaufen zu gehen, Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen, weiterführende Kurse zu besuchen, soziale Aktivitäten zu unternehmen)
- unterstützen wir sie dabei, ihr Selbstbewusstsein zu steigern
- unterstützen wir sie dabei, die deutsche Gesellschaft sowie ihre Rechten und Pflichten innerhalb dieses fremden Systems kennenzulernen
- unterstützen wir sie dabei, den Arbeitsmarkt zu erschließen
- unterstützen wir sie dabei, ihren Kindern bei schulischen Problemen selbst unter die Arme greifen zu können
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Zielgruppe
Das Projekt wendet sich schwerpunktmäßig an muslimische (türkische, iranische, kosovarische, afghanische und arabische) sowie an afrikanische, meist christliche Frauen, die aufgrund einer konservativ-religiösen Familienstruktur bislang von integrativen Angeboten keinen Gebrauch gemacht haben oder davon nicht Gebrauch machen durften.
Dabei handelt es sich um jene Frauen, die in der Regel kaum soziale Kontakte pflegen, die über den Familienverband und die Begegnungen in den Moscheen oder Kirchen hinausgehen. Diese Frauen sind über die Integrationsangebote des Bundes, der Länder und der Kommunen nur selten bis gar nicht zu erreichen.
Parallel zu den Sprachkursen bieten wir eine Beratung der Teilnehmerinnen durch Sozialpädagoginnen an, die möglichst aus den Herkunftsländern der Teilnehmerinnen stammen.
Die Kurse werden in fast allen Stadtteilen abgehalten. So hat jede Teilnehmerin die Möglichkeit, wohnortnah einen Platz zu bekommen; bei entsprechender Nachfrage auch mit Kinderbetreuung.
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Wie werden die Kursteilnehmerinnen erreicht?
Um familiären und auf althergebrachten Vorstellungen fußenden Widerständen gegen eine Teilnahme von vornherein den Boden zu entziehen, gehen wir mit unseren Kursen direkt in die Lebensbereiche der Frauen, also wenn möglich in die Moscheen selbst. Falls in der Moschee keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, so hat es sich bewährt, den Kurs in einer benachbarten Schule, einem Kindergarten, in Räumen einer Baugenossenschaft oder einer anderen sozialen Einrichtung (z.B. Stadtteilzentren) durchzuführen.
Parallel dazu gingen wir aber bald, nachdem unser Projekt sehr gut eingeführt und in Hamburg bestens bekannt war, dazu über, Kooperationen mit den Trägerverbänden der Moscheevereine, abzuschließen und diese dort bestehenden Frauengruppen über die Leiterinnen direkt anzusprechen. Den Leiterinnen dieser Gruppen können dann die Angebote des Projekts Regenbogen von unseren Sozialpädagogen vorgestellt werden. Diese wiederum tragen unsere Angebote den Frauen vor Ort vor und teilen uns ihr Interesse mit.
Schließlich werden mit allen interessierten Frauen Sprachstandtests durchgeführt und anschließend wird eine Gruppe aus geeigneten Frauen gebildet. Bei der Zusammensetzung der Gruppen achten wir darauf, welche Vorkenntnisse die Teilnehmerinnen mitbringen und welchen Schulabschluss sie erreicht haben. Durch diese Vorgehensweise werden die Lernerfolge erheblich verbessert.
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Merkmale der Kurse
Kurse (in fast allen Stadtteilen) (Mehr …..)
Die TGH eröffnet laufend Kurse, sodass die Kursstandorte möglichst nah beim Wohnort der Teilnehmerinnen und der Schulen und Kitas ihrer Kinder stattfinden. Somit bietet die TGH in fast allen Stadtteilen die Möglichkeit, Deutsch zu lernen.
Kinderbetreuung (für ein- bis dreijährige Kinder)
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Überdies organisieren wir bei Bedarf eine kursbegleitende Kinderbetreuung, damit auch Frauen mit kleinen Kindern an den Kursen teilnehmen können. In unseren Kindergruppen können die Teilnehmerinnen ihre ein- bis dreijährigen Kinder abgeben, während sie in den Unterricht gehen. Alle Kinderbetreuerinnen verfügen über gute deutsche Sprachkenntnisse, damit insbesondere die Kinder, mit denen im Hause nur in der jeweiligen Muttersprache gesprochen wird, frühzeitig in Kontakt mit der deutschen Sprache kommen.
Kooperationen
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Wir arbeiten mit Vereinen aus unterschiedlichen Communities zusammen: aus der Türkei, Afghanistan, Ghana, Iran, Irak, den arabisch-sprachigen Staaten Nordafrikas, dem frankophonen Westafrika und vielen mehr.
Beratung (zu verschiedensten Themen)
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Neben der Sprache sollen die Teilnehmerinnen auch mit Themen vertraut gemacht werden, die für ihr Leben in Deutschland wichtig sind. Dazu kommen unsere Fachreferenten direkt in die Kurse und sprechen über Themen wie Erziehung, Schulsystem, Kindererziehung, Arbeitsmarkt, Gesundheit oder Drogenprävention, Themen also, die für die Frauen von besonderem Interesse sind.
Zusätzlich geben unsere Pädagogen bei familiären Problemen Betreuung und Hilfestellung für die Kursteilnehmerinnen, wenn ihre Kinder schulische Probleme haben.
Darüber hinaus bieten unsere Pädagogen individuelle Beratungen an wie beispielsweise bei häuslicher Gewalt oder bei anderen familiären Problemen.
Welche Kurse gibt es?
Integrationskurse mit normaler und langsamer Progression
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Die Integrationskurse des Bundesamtes (BAMF) werden zu jeweils 945 Kursstunden angeboten mit dem Ziel, die Prüfung »Zertifikat Deutsch« (B1) abzulegen. Nachdem die Frauen an einem Beratungsgespräch teilgenommen haben, bieten wir ihnen möglichst zeitnah einen Platz in einem Integrationskurs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an. Bei diesem Beratungsgespräch wird auch der Sprachstand der Teilnehmerinnen ermittelt.
Zusätzlich werden Orientierungseinheiten gegen Ende des Kurses im Umfang von 45 Stunden durchgeführt. Diese »Orientierungseinheiten« informieren über die deutsche Rechtsordnung, Geschichte und Kultur sowie Werte, die in Deutschland wichtig sind, zum Beispiel Religionsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung.
Am Ende des Kurses vermitteln wir die Frauen, die ehrgeizige Berufspläne haben und spezielle Angebote für berufsbezogenes Deutsch benötigen, in entsprechende Kurse anderer Träger.
Alphabetisierungskurse
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Bei entsprechender Nachfrage bieten wir auch Kurse an, in denen die Teilnehmerinnen lateinisch alphabetisiert werden. Da diese Kurse international gemischt sind, ist die Unterrichtssprache Deutsch. Der Umfang beträgt 1245 Std.
Was können die Teilnehmerinnen von den Kursen erwarten?
Selbstbewusstsein steigern
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Es wird nicht erwartet, dass die Teilnehmerinnen am Ende perfekt Deutsch sprechen können. Das Wichtigste ist, dass sie sich zu sprechen trauen und sich nicht schämen, wenn sie Fehler machen. Man kann beobachten, wie die Frauen während ihrer Deutschkurse nach und nach ihr Selbstbewusstsein steigern. Sie lernen Deutsch, um ihr Leben in Hamburg selbständig in den Griff zu bekommen.
Kennenlernen des deutschen Bildungssystems
Arbeitsplatz
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Daneben sollen die Teilnehmerinnen aber auch mit allen für das Leben in der deutschen Gesellschaft wichtigen Themen vertraut gemacht werden (Themen wie Erziehung, Schulsystem, Drogen, gesunde Ernährung oder Arbeitsmarkt), wobei das Interesse der Frauen für die Auswahl der Themen entscheidend ist. Darüber hinaus wird in jedem Modul, also alle 100 Std., ein Ausflug gemacht, um Hamburg und ihre vielfältigen kulturellen Angebote kennenzulernen.
Für die Kinder: Sprachentwicklung und bessere Unterstützung durch die Mütter
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Neben den in den Sprachkursen betreuten Frauen möchte das Projekt Regenbogen parallel auch die ganze Familie ansprechen. Durch Beratungen wollen wir auch dafür sorgen, dass die Bedeutung einer frühzeitigen Sprachentwicklung für die Kinder erkannt wird, wobei neben der Muttersprache eben auch dem frühzeitigen Erlernen der Schul- und Verkehrssprache Deutsch entscheidende Bedeutung zukommt.
Da in den von uns betreuten Familien weitgehend die Mütter für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind, ist es wichtig, dass die Mütter zunächst selbst die deutsche Sprache erlernen, daneben aber auch mit dem deutschen Bildungssystem vertraut gemacht werden. Nur dann können die Frauen ihren Kindern bei schulischen Problemen helfen.
Arbeitsplatz
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Am Ende des Integrationskurses sollte zumindest für einen Teil der Frauen ein Angebot in Richtung Arbeitsmarkt gemacht werden können:
- Deutsch für den Beruf
- berufliche Qualifizierung
- Arbeitsmarkt
- Selbständigkeit
Wo werden die Kurse angeboten?
Die Kurse werden in vielen Hamburger Stadtteilen (s. Liste für Integrationskurse) angeboten.
Wie können sich Teilnehmer am Projekt beteiligen?
Frauen, die sich für einen Integrationskurs anmelden wollen oder Interesse an der Beratung haben, können mit unseren Mitarbeitern einen Termin vereinbaren.